Die stinkend fleißige Sklaverei und die süße faule Freiheit

„Faulheit ist nur in der Sklaverei ein Verbrechen“ Zitatherkunft Unbekannt

Der Titel ist zugegebener Maßen etwas reißerisch geworden, aber für die Mutigen, welche die insgesamt 3‘000 Wörter verschlingen und sich nicht berieseln lassen möchten, sondern selbst denken, dürfte es viel Stoff zum (Nach-)Denken sein, der einige Kontroversen abhandelt und das System Hartz IV in Frage stellt und ganz am Rande die Frage auf wirft was der Sinn des Lebens sein könnte. Wie jeder sein Leben gestalten möchte steht jedem frei, doch sollte sich keiner erdreisten zu versuchen anderen die eigene Lebensweise aufzuzwingen. Dieser Text stellt nur eine der vielen Sichtweisen auf Gesellschaft, Arbeit und die Persönlichkeit dar. Eine Patentlösung gibt es nicht und kann es nie geben. Auch sein Baron weder Links noch Rechts, er ist einfach er selbst und Liberal-Sozial in der Mitte der Gesellschaft, in der jeder Platz haben sollte, solange er die Rechte anderer nicht verletzt oder beschneidet. Er lehnt Gewalt, ob von Links- oder Rechtsextremisten sowie Fanatikern jeglicher Art, grundsätzlich ab. Wer damit Probleme hat andere Meinungen zu dulden darf gerne woanders hingehen. Vielen Dank. 

Ein Experiment

Frau Vera F. Birkenbiehl (†03.12.2011) erwähnte in einem Vortrag ein Experiment.

Leider Wissen Baron nicht mehr in welchem und geben es ohne genauere Quelle aus dem Gedächtnis wieder: Wissenschaftler machten ein Experiment, sie nahmen eine Ratte und hielten diese in der Hand gefangen, so dass der Ratte nichts passierte, aber das Tier konnte nicht entkommen. Das wurde eine ganze Weile gemacht, bis der Nager aufhörte sich zu wehren oder versuchte sich zu widersetzen. Um den Test nicht zu verfälschen wurde die Ratte wieder in den Käfig gesetzt bis diese sich erholt hatte und ausgeruht war. Nachdem die Ratte wieder fit war wurde, das (arme) Tier in ein Wasserbecken geworfen, aus dem es nicht mehr ohne Hilfe entkommen konnte. Es schwamm eine halbe Stunde vergeblich um sein Leben, bis dieses nicht mehr konnte und ertrank.

(Ja es ist grausame Tierquälerei und moralisch nicht zu akzeptieren. Baron betonen hier, er seien absolut gegen solche Art, der Versuche, aber es geht hier nicht darum die Versuche zu verurteilen oder zu beschönigen! Es geht um das nackte Resultat)

Eine andere Ratte, die zuvor nicht wehrlos gemacht wurde, schwamm länger und ausdauernder. Ob wohl beide gut ausgeruht waren. Was aber erstaunte war die Dauer, welche der letztere Nager an den Tag legte. Dieser schwamm nicht eine Stunde, zwei, oder zwölf Stunden. Die Ratte schwamm ganze drei Tage um ihr Leben.

Doch was hat das jetzt mit der Freiheit und der Faulheit zu tun?

 

Es ist der Wille. Einem Menschen den man den Willen gebrochen/zerbrochen hat oder das Selbstvertrauen oder das Selbstwertgefühl genommen hat, hört auf zu leben. Er existiert nur noch physisch. Ihm ist im Grunde genommen alles egal.


Das Ergebnis

Dies ist an einigen Stellen bekannt und bewusst gefördert bzw. gefordert. Genannt sei in dem Zusammenhang ein Zitat von Franz Müntefering:

„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen […] Nur wer arbeitet, soll auch essen“

Schuler, Katharina „Hartz IV:Arbeiten fürs Essen“, vom 11.01.2011 unter http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner (Abgerufen am 25.04.2017)

Oh die Worte ‚Fördern‘ und ‚Fordern‘ sind gefallen. Hier ist die Reise noch lange nicht zu Ende, hier beginnt diese erst.

Es wird von vielen gefordert, jeder der Arbeiten könne, solle gefälligst arbeiten. Auch dazu gibt es einen Geistigen Erguss eines Politikers. Zitat:

„Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!“

Schröder, Gerhard gegenüber „Bild“ am 06.04.2001 vgl. Gutzitiert unter http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_gerhard_schroeder_thema_solidaritaet_zitat_36827.html (Abgerufen am 25.04.2017)


Zwang vs. GG

Soll heißen jeder hat den Zwang zu arbeiten der es irgendwie kann. Wer ein Angebot für eine (prekäre) Arbeit ablehne, soll Hungern oder gar Obdachlos werden in Folge von Sanktionen (in dem Fall eine Bestrafung)!? Doch dies steht mit dem Grundgesetzt (GG) in Konflikt Zitat:

„Art. 12 [Berufsfreiheit]

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zuwählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregeltwerden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einerherkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehungzulässig.

Das Grundrecht der Berufsfreiheit umfasst nach allgemeiner Ansicht und höchstrichterlicher Rechtsprechung die vier folgenden Bereiche:

Freie Berufswahl,

freie Wahl des Arbeitsplatzes,

freie Wahl der Ausbildungsstätte und

freie Berufsausübung.

 

[…]

Weiterhin garantiert Artikel 12 Grundgesetz, dass niemand zu einer Tätigkeit gezwungen werden darf. Ausgenommen davon ist die für alle gleiche, allgemeine Dienstleistungspflicht (Wehr-, Zivildienst), die jeder Mann, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ableisten muss. 

Als letzter Punkt wird die Zwangsarbeit geregelt: Sie ist generell unzulässig, außer im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung.“

 

Ratgeber – Grundrechte „Die Artikel 11 bis 19 Grundgesetz“ vom 26.01.2001 unter http://www.123recht.net/Art-12-Berufsfreiheit-__a580__p2.html (Abgerufen am 25.04.2017)

 

Damit würde eine Arbeitspflicht oder sollte man besser sagen Zwangsarbeit gegen das Gesetz verstoßen und eine Sanktion wäre somit eine Nötigung die von den Sozialgerichten geduldet würde. Denn im GG steht nichts von einer Pflicht zu arbeiten. Es gibt in der hessischen Verfassung eine Andeutung dieser Pflicht. Zitat:

„III. Soziale und wirtschaftliche Rechte und Pflichten[…]

Art. 28 [Recht auf Arbeit und Fürsorge]

[…]

(2) Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit und, unbeschadet seiner persönlichen Freiheit, die sittliche Pflicht zur Arbeit.“

 

Verfassung des Landes Hessen vom 01.12.1946 unter http://lawww.de/hlv/Aktuell/hv_text.htm (Abgerufen am 25.04.2017)

Was aber erneut keinen Zwang zur Arbeit zulassen kann. Die Gesetze des H.IV fordern eine solche Pflicht arbeiten um jeglichen Preis um die Bedürftigkeit zu mindern. Im Sozialgesetzbuch II (SGB II) §1 wird festgehalten:

„§ 1 SGB II - Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende

[…]

(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Personen, […] in einer Bedarfsgemeinschaft […] stärken und dazu beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung […] bestreiten können. Sie soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen und den Lebensunterhalt sichern, soweit sie ihn nicht auf andere Weise bestreiten können. […] 1. durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt, die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird, […]“

Hier ist ein solche Pflicht noch nicht offensichtlich, erst mit SGB II § 31– Pflichtverletzungen wird es deutlich erkennbar:

„(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie […]

1.        sich weigern, in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 3 Satz 3 festgelegte Pflichten zu erfüllen, insbesondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen,

2.       sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,

 

3.       eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten, abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.“

Schwarze Pädagogik

Die Strafe (sog. Sanktionen) die daraus Folgen, handeln erneut den gegen geltendes Grundrecht, da diese es nicht mehr ermöglichen ein Leben in Würde zu führen und die im GG garantierte freie Berufswahl untergräbt. Wodurch es eine Nötigung zur Zwangsarbeit per Gesetzt möglich macht. welche zu körperlichen und seelischen Schäden führen. Auch stellt eine Sanktion in Form einer Strafe eine psychische Gewalt dar.  Durch bewusste Androhung und Durchführung einer wirtschaftlichen Benachteiligung.

Die Folgen können Depressionen, Angst-, Persönlichkeits-, und Zwangsstörungen hervorrufen uvm. Es kann sogar zu einer vorübergehenden bis Dauerhaften Berufs- oder Arbeitsfähigkeit kommen. vgl. „Auswirkungen psychischer Gewalt auf die Gesundheit“ unter http://www.violencestudy.org/Gewalt-Gesundheit/Auswirkung-psychische-Gewalt-Gesundheit.html (Abgerufen am 25.04.2017)

 

In einem Artikel von „Spiegel Online“ wird folgendes zum Thema psychische Gewalt geschrieben Zitat:

„Drohungen, Einschüchterungen und der Entzug von Zuwendung haben einer Studie zufolge ähnliche psychische Folgen wie körperliche Folter. […]

Das Fazit: Selbst vermeintlich harmlose Formen des Drucks, […] müssten ähnlich beurteilt werden wie körperliche Folter, schreiben Basoglu und seine Kollegen im Fachblatt 'Archives of General Psychiatry' (Bd. 64, S. 277). 'Eine Unterscheidung zwischen Folter und erniedrigender Behandlung ist nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich', kommentierte der Psychologieprofessor Steven Miles von der Universität Minnesota in dem Magazin.“

Georgescu, Vlad „Studie Psychische Gewalt so verheerend wie körperliche Folter“ vom 06.032007 unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/studie-psychische-gewalt-so-verheerend-wie-koerperliche-folter-a-470220.html (Abgerufen am 25.04.2017)

Für die  Moralapostel

Einige werden jetzt bestimmt die sog. sittliche Pflicht anführen. Das ist vollkommen in Ordnung und Legitim.

Konsequenterweise müssten diese solange Arbeiten bis sie genügend Kapital oder Geld haben bzw. Rentenbezüge um damit nicht der Gemeinschaft zur Last zu fallen. Was im Umkehrschluss bedeutet, der Eintritt in die Altersrente dürfte moralisch erst erfolgen, wenn jene Menschen nicht mehr von der Gemeinschaft getragen werden müssten. Soweit d’accord?

Alles andere wäre eine zweifelhafte Doppelmoral.

Da gibt es noch einen weiteren Punkt in Sachen Moral. Es wäre aus Ethischer, moralischer sowie humanistischer Sicht nicht gerechtfertigt einen Menschen zu einer Arbeit direkt oder (was noch schlimmer ist) indirekt zu einer Arbeit zu zwingen (es wäre nichts anderes als Zwangsarbeit) Noch verwerflicher ist es, wenn dieser Mensch genauso oder schlimmer dran wäre als von der Gemeinschaft ausgehalten zu werden zu müssen.

Jedoch absolut unmoralisch und indiskutabel wird es, wenn für die Erfüllung dieses Zwanges noch der Verlust der Gesundheit oder des Lebens dieser Personen (bewusst) in Kauf genommen wird.

Die Folgekosten dieses Zwangs muss wiederum die Allgemeinheit tragen. Dies geschieht in Form der Behandlung der so entstanden und entstehenden Krankheiten und folge Erscheinungen. Den meisten aus der Gesellschaft ist es egal. Wichtig ist, es wird gearbeitet und kommt der oben genannten Pflicht nach. Es darf niemand, der von der Gesellschaft getragen wird, Freizeit haben, er soll wie alle anderen auch gefälligst für andere Kapital erwirtschaften.

Dabei bemerken die meisten nicht mal, dass sie selbst mitbetroffen sind und zugleich Opfer dieser Politisch gewollten Moralfalle sind.


Cui bono? (Wem zum Vorteil?)

Es ist vielen Konzernen zum Vorteil wie zum Beispiel den Zeitarbeitsfirmen. Durch die ‚Pflicht‘ (oder besser gesagt dem Zwang) jede zumutbare Arbeit anzunehmen ohne sich adäquat wehren zu können. Es heißt im §31 Abs.1 SGB II:

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie […] sich weigern, eine zumutbare Arbeit […] aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,

Damit steht dem Lohndumping nichts mehr im Weg. Aus Angst vor Sanktionen wird jeder Lohn und fast jede Arbeitsbedingung widerstandslos geschluckt.

Was oft übersehen wird ist: Druck erzeugt Gegendruck. Selbst wenn die Arbeit der Person liegt oder gefällt ist immer die Angst präsent diese Arbeit zu verlieren und somit bestraft zu werden. Man akzeptiert viele faule Kompromisse. Zugleich werden auf viele Rechte verzichtet man normalerweise hätte. Dies führt in vielen Fällen zu Burnout, Depressionen Angststörungen oder im schlimmsten Fall zum (Frei-)Tod.

 

Alleine der Zwang diese Arbeit machen zu müssen egal wie beraubt den Menschen der Lebensfreude und -kraft. Jenes hat auch gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsqualität und die Leistungsbereitschaft. Das ist egal. Hauptsache das „Humankapital“ oder Arbeitssklave gehorcht widerspruchs- und willenlos während er die Arbeiten zu einem Hungerlohn verrichtet.

Wer sich wehrt oder auf seine Rechte pocht wird bestraft und mit der Hilfe der Gesellschaft gefügig gemacht. Wäre es nicht staatlich würde es „Mobbing genannt.

Wer keine Arbeit findet wird meist ausgegrenzt und als Schmarotzer betitelt oder wie es einst Herr W. Clement sagte Zitat:

„Biologen verwenden für 'Organismen, die zeitweise oder dauerhaft zur Befriedigung ihrer Nahrungsbedingungen auf Kosten anderer Lebewesen - ihren Wirten - leben', übereinstimmend die Bezeichnung 'Parasiten'. […]"

Blume, Klaus "Üble Kampagne gegen Arbeitslose" vom 20.10.2005 unter http://www.stern.de/wirtschaft/job/wolfgang-clement--ueble-kampagne-gegen-arbeitslose--3290646.html (Abgerufen am 25.04.2017)

Denen einen Vorwurf zu machen die nicht mehr können oder wollen, kommt auf das Gleiche raus wie als ob man behaupten wollte die Flüchtlinge sein für ihre Flucht und die Einreise in Deutschland komplett selbst verantwortlich. Dies ist beides nicht ganz richtig. Wir alle tragen für beide Beispiele mit dafür die Verantwortung auch die Politiker ohne Ausnahmen. Selbst die ach so tolle bürgernahe AfD, die kaum einen Unterschied zur NSDAP aufzeigt. Das Wahlprogramm ist fast gleich, sprachlich an die Zeit angepasst und andere Opfer benannt. Doch das Parteiprogramm ist nicht, das einzige Indiz dafür. Es sind zusätzlich die öffentlichen Äußerungen wie z. B. von Herrn B. Höcke Zitat:

„Sigmar Gabriel, dieser Volksverderber¹, anders kann ich ihn nicht nennen."

Kemper, Andreas „Höcke während der letzten Erfurter Demo:“ vom 18.03.2016 unter https://www.facebook.com/andreaskemper63/posts/1701378690134949 (Abgerufen am 25.04.2017)

 

(¹Anm. von Karon Baron Samedi von Styx, „Volksverderber“ steht in direkter Verbindung mit dem Unwort „Untermensch“ und wurde im 3. Reich auf die Juden bezogen. Link zur weiterführender Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Untermensch)

 

oder von Frau B. v. Storch Zitat

 

"Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer. Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen."

Meisner, Matthias und Schmidt, Michael „AfD: Gegen Angreifer müssen wir uns verteidigen“ vom 31.01.2016 unter http://www.tagesspiegel.de/politik/schusswaffen-einsatz-gegen-fluechtlinge-afd-gegen-angreifer-muessen-wir-uns-verteidigen/12899738.html (Abgerufen am 25.04.2017)

S'il vous plaît ne pas nourrir les trolls (Bitte nicht die Trolle füttern)

Naturelement werden jetzt bestimmt wieder deren AfD-Lover, -Abhängsel (auch -Anhänger genannt) oder -Groupies oder AfD-Fanboys und -Girlies kommen und auf höchster Hautcreme in Blau-Weis mit hinten einem „u“ klagen wie gut, toll und hat man nicht noch gesehen diese Partei ist und wäre und dass erneut gegen diese gehetzt wurde/wird. Aber das sog. Parteiprogramm hat kaum einer verstanden oder gelesen genauso wie damals das Buch „Mein Krampf [sic]“ oder hieß es anders? Baron seinen sich nicht sicher da er nicht nach dem Mist schauen wollte. Dazu sein gleich mit gesagt die anderen Parteien sind in vielem nicht wirklich besser aber nicht ganz so extrem.

 

Pardon Baron schweifen ab. Die AfD steht hier nicht zur Debatte und ist für hier so bedeutend, wie ein Sandkorn in der Wüste.

Retour zum Thema

Was würde passieren, wenn es von heute auf morgen keinen „Zwang“ zum Arbeiten mehr gebe und die Strafen (Sanktionen) ersatzlos gestrichen würden? Kurz um es für JEDEN ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe?

Es wäre vermessen und Arrogant zu glauben, dass kein Schaden entstehen würde. Baron seien ein Künstler und kein Soziologe oder ähnliches, aber er machte sich lange seine Gedanken und hat sich belesen. Er glaubt, in den ersten Jahren, vielleicht zwei bis drei oder mehr, würden viele die mit ihrer Arbeit und den Arbeitsbedingungen unzufrieden sind diese aufgeben um sich evtl. neu zu orientieren. Da keiner mehr Angst hätte ins soziale Nirwana zustürzen. Andere würden die Leistung auf ein erträgliches Maß reduzieren, selbst wenn eine Kündigung damit verbunden wäre, welche zuvor mit den Risiko behaftet war sanktioniert zu werden. Andere wiederum würden ohne Zweifel faul auf der Couch vor sich hin „gammeln“. Jeder sollte das Recht haben zu sagen: „Ich will nicht“ Viele würde es nach einer Weile langweilig sein. Diese würden entweder Aufstehen und vor sich selbst weglaufen oder nach etwas suchen was sie ganz ausfüllen und wirklich glücklich macht. Es muss nicht unbedingt auf der Geldbasis sein. Es kann im Sozialen sein, wo man mit anderen Glück (er)schafft und Lebensfreude gibt. Dies würde sich indirekt auf die Gewinne auswirken und die Steuereinnahmen erhöhen, aber es würde zugleich die Ausgaben für Gesundheitsleistungen und Vorsorge senken sowie Pflege senken.

Ein glücklicher Mensch ist seltener krank und in der Lage mehr zu leisten, da er seine 'Arbeit' mit Freude macht und nicht müßig und griesgrämig seiner Verpflichtung nachkommen muss. Erst wenn der Mensch seinen Platz in der Gesellschaft gefunden hat und er sein persönliches Können und seine Interessen genauso einbringen kann wie diese sind, ist er wirklich frei. Wie es einst mal Jean-Jacques Rousseau treffend sagte:

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will,

sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.“

Erweiterung der Gedanken

Viele (haben) vergessen, dass die Erziehung der Kinder, die Pflege der Alten, den Gebrechlichen, den Kranken und den Behinderten in der Familie oder soziales Engagement genauso Arbeiten sind die gemacht werden sollen, für die man heute noch zusätzlich bestraft wird. Diese bringen keinen direkten und unmittelbaren Gewinn und werden selten von anderen oder den Medien angemessen gewürdigt. Zugegeben, die ersten Generationen von Hartz IV/ALG II (H.IV) geschädigten und deren Kinder werden nicht alle bereit sein an dieser Gesellschaft aktiv mitzuwirken. Dies beruht auf den bewusst in Kauf genommene bzw. mit (böser) Absicht erzeugten traumatischen Erfahrungen durch die psychische Folter auf Grund der Sanktionspraxis die seit 2005 viele Menschen gesundheitlich zerstört hat. Oft wurde das wertvolle Vertrauen in den Staat und die Gesellschaft so endgültig zerrüttet, dass ein Arbeiten nicht mehr möglich wäre. Gerade in einem sog. Sozialstaat sollte die körperliche und geistige Unversehrtheit höheren Stellenwert besitzen als jegliche angebliche Sittenmoral oder die Kosten für Allgemeinheit.

Es wäre viel besser ein Mensch entscheidet sich aus freien Stücken einen Beruf oder eine Arbeit anzunehmen oder auszuführen. Konsequenterweise mit dem Bewusstsein der folgen, die es für diese Arbeit mit sich bringt, auch im Bezug des Gesundheitlichen Aspektes.

Aber da Baron viel gelesen hat zu dem Thema kommen jetzt für eine Zeile die Heuler zu Wort: „Wer soll das Tragen/Bezahlen? – Wer Trägt den Schaden der entsteht?“

Die Kosten sind wahrlich nicht zu unterschätzen und könnten Anfangs ein Problem darstellen. Jene die wenig haben sollen es jedoch nicht erneut tragen müssen. Der Steuerfreibetrag sollte angehoben werden, auf min. 12‘000€ im Jahr. Im Ausgleich dafür sollten die Wohlhabenden und wirklichen Sozialschmarotzer (gemeint sind große Steuerhinterzieher in Millionenhöhe) stärker zur sozialen Verantwortung herangezogen werden. Ganz wie es das GG in Artikel 14 Abs. 2 vorsieht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Damit wollen Baron sagen: Wer viel hat soll viel geben müssen und nicht nach dem Matthäusevangelium Kapitel 13 Vers 12: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“

Der Spitzensteuer Satz sollte bis auf 75 % steigen und jeder der Arbeitet, ob Arbeiter, Beamter Selbstständiger, Börsenspekulant, Vorstand, Manager oder Politiker (mit Ausnahme der Ehrenämter und der Pflege der Kranken, Alten oder Behinderten), sollen wie der Arbeitgeber mit einem Anteil von 50 % der Sozialversicherungssumme belastete werden. Einzelunternehmer mit einem Gewinn (von max. 25‘000€ im Jahr) und Kleinbetriebe (von max. 15 Mitarbeitern inkl. Inhabern und einem Gewinn von 25‘000€ im Jahr und Mitarbeiter zzgl. Chef) sollten Subventioniert werden damit diese weiterbestehen können. Diese sollten nur die Hälfte der anteiligen Sozialversicherungssumme Zahlen müssen alles was darüber geht sollte Anteilig mit ansteigen. Auch sollten Kapitalanlagen, die mit oder ohne andern Einnahmen, über den Steuerfreibetrag kommen genauso behandelt werden wie Unternehmen.

 

Die Sozialversicherungen sollten zur Berechnung Pflichtbeiträge kein fiktives Einkommen zu Grunde legen dürfen, sondern die realen Einkünfte zur Beitragsberechnung heranziehen ohne dass es eine Obergrenze für das Einkommen geben sollte.


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